Vor etwas über einem Jahr...
Blair lugte kurz in den Presseraum der Universität. Rund vor dem Podium hatte sich eine große Traube Reporter versammelt, die neugierig darauf warteten, dass er endlich bekannt gab, was er auch immer bekannt geben wollte. Den Reportern war es egal, was sie mit einer Veröffentlichung anrichteten, Hauptsache, sie hatten etwas Aufsehenerregendes in ihrer Zeitung stehen oder für die sieben Uhr Nachrichten auf der Mattscheibe.
Einmal kräftig durchgeatmet und Blair bahnte sich seinen Weg zum Podest. Die Luft wirkte stickig und der Raum plötzlich sehr gedrückt.
Er nahm seine Notizen und legte sie vor sich ab. Dann versuchte er noch einmal sich zu sammeln und die Stimme möglichst ruhig zu halten. Das letzte, was er jetzt gebrauchen konnte, war ein emotionaler Zusammenbruch - live vor halb Amerika.
"Danke, ähm, dass Sie gekommen sind. Ich habe 'ne kurze Erklärung vorbereitet." Tatsächlich hatte er daran über zwei Stunden gearbeitet, denn es sollte nichts geben, was die Presse irgendwie falsch auslegen konnte.
Nervös blickte er in die Runde wissbegieriger Journalisten. "Ähm. In unserer von den Medien bestimmten Kultur erlangt ein Wissenschaftler seine Anerkennung durch die Veröffentlichung seiner Arbeiten. Und nach jahrelangen Forschungen stellt es eine große persönliche Befriedigung dar, wenn dieses Ziel endlich erreicht ist."
Blair hatte lange auf dieses Ziel gewartet. Sicher, das Arbeiten an seiner These war ihm wichtig, es war interessant und erfüllte ihn, aber einmal dann endlich diese Arbeit zu veröffentlichen und Anerkennung zu erhalten für etwas, woran man viele Jahre hart gearbeitet hatte, war damit nicht zu vergleichen. Wie oft hatte er sich anhören müssen, dass seine These nur Humbug wäre? Wie oft wurde er belächelt, wenn er sie erklärte? Damals hatte er sich geschworen, es denjenigen einmal zu zeigen, dass er nicht an Märchen und Sagen glaubte, sondern dass es ihn gab - den Sentinel, seinen heiligen Gral.
Nun zum schwierigeren Teil. Er versuchte möglichst selten aufzuschauen, denn er hasste das selbstgefällige Lächeln auf den Gesichtern vor sich zu sehen. In Wirklichkeit kannte er die Rede schon längst auswendig und hätte die Notizen nicht gebraucht. "Doch mein Wunsch, meine Kollegen, sowie auch die Welt im Ganzen zu beeindrucken, hat mich zu einer unmoralischen und unsittlichen Tat getrieben." Einmal kurz Luft holen, denn er spürte schon wieder, wie sich ein Kloß in seinem Hals bildete.
"Meine Dissertation 'Der Sentinel' ist ein Schwindel."
Da, es war draußen. Zwar mit zittriger Stimme und es brach ihm fast das Herz, aber es war draußen...
"Zwar zitiere ich in meiner Arbeit sehr alte Quellen, die Dokumentation, die mir als Beweis dient, dass James Ellison..." Oh mann, seine Stimme begann wieder nachzulassen. Durchhalten... Luft holen und wieder langsam ausatmen...
"...tatsächlich über stärkere Sinne verfügt, ist gefälscht. Im Nachhinein kann man wohl behaupten, es ist ein guter Roman. Ich entschuldige mich für diese Unehrlichkeit und ich kann einfach nur hoffen, dass..."
Traurig blickte er hinüber zu seiner Mutter, die sich gerne dazu bereit erklärt hatte, mitzukommen.
"...dass all jene, die mir nahe stehen, noch einmal verzeihen mögen. Danke."
Es fiel ihm schwer, seine Tränen noch zurückzuhalten. Er hatte gerade innerhalb weniger Sekunden sein ganzes Lebenswerk zunichte gemacht. Zügig eilte er aus den Raum, bevor die Reporter ihn wie Hyänen mit ihren bissigen Fragen anfallen konnten. Er brauchte jetzt Luft und Freiraum. Irgendetwas, um seinen Kopf wieder klar zu bekommen...
Gegenwart
Blair blickte gedankenverloren aus dem Fenster. Aufgrund der späten Abendstunde liefen nun weniger Menschen durch die Gasse. Es hatte angefangen zu regnen und goss wie aus Kübeln. Die Leute schien es aber nicht weiter zu interessieren, sondern sie schoben sich weiter zwischen den Autos entlang durch die kleine Straße.
Es war vermutlich wieder ein kurzer Schauer, der nur unwesentlich die trockenen Felder bewässern würde.
Sommer in Mexiko.
Blair beobachtete die langen Fäden, die sich unablässlich aus den dunkelgrauen Wolken ergossen. Er wusste, es würde jetzt draußen eine erdrückende Schwüle herrschen. Zu gerne würde er das Fenster öffnen, um die sich abkühlende Luft ins Zimmer zu lassen. Allerdings hätte er dann ebenfalls diese Schwüle im Raum, und darauf konnte er gerne verzichten.
Gebannt starrte er die Tropfen am Fenster an, die dort abperlten und sich schließlich ihren Weg nach unten bahnten. Einige davon trafen dabei auf andere Tropfen und rissen sie mit sich.
Lange Zeit stand Blair nur so da und musste immer wieder daran denken, wie alles begonnen hatte. Er wünschte, seine Mutter hätte seine Dissertation nie an den Verleger geschickt. Aber seine Mutter konnte er nicht dafür verantwortlich machen. Bloß wen dann? Wer war Schuld an diesem Desaster?
Nach seiner Pressekonferenz hatte er sich besser gefühlt. Es war ihm gewesen als wäre er eine große Bürde von ihm abgefallen. Aber sein Lebenswerk blieb dennoch ruiniert. Und er hatte daraufhin keinen Job mehr gehabt, weder auf der Universität, noch bei Jim im Polizeirevier. Er hatte nicht gewusst, was die Zukunft bringen würde.
Er war dennoch frohen Mutes gewesen. Kleine Jobs hätten ihn erst einmal übers Wasser gehalten, das wäre schon gegangen. Und dann gab es natürlich noch das wirklich großzügige Angebot von Simon und Jim. Er sollte Polizist werden.
Er - Blair Sandburg - Polizist!
Er konnte sich einfach nicht damit anfreunden. Ja, er war auch vorher nicht weit von der Arbeit eines Polizisten entfernt gewesen. Aber es plötzlich offiziell zu machen? Und Blair Sandburg mit einer Pistole in der Hand? Das ging gegen seine Prinzipien. Es war ein Widerspruch zu allem, woran er glaubte.
Also hatte er dieses Angebot abgeschlagen.
Und nun stand er hier. Tausende von Kilometern von Cascade entfernt. Im Regen - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sein Leben hatte vor einem Jahr angefangen den Bach runterzugehen. Und er hatte sich monatelang vorgemacht, er hätte sich wieder gefangen.
Fast ein Kontinent trennten ihn von seinem besten Freund - von seinem Sentinel, der ihn jetzt mehr brauchte denn je. Er hatte versagt. Als Partner und als Guide.
Und als Freund.
Hatte er sein Lebenswerk nur weggeschmissen, um seine Freundschaft zu retten und diese jetzt wieder aufs Spiel zu setzen? Was hatte er sich dabei gedacht, hier nach Mexiko zu kommen, wenn er tief in sich drinnen wusste, dass sein Platz nur an der Seite seines Sentinels war? An der Seite seines Freundes Jim Ellison, der nun vermutlich seinetwegen in der Klemme saß. Oder Schlimmeres...
Simon Banks nahm mit der einen Hand seine Brille ab und rieb sich mit der anderen seine müden Augenlider.
Er hatte wirklich gehofft, von Blair irgendeinen Hinweis auf Jims Verbleib zu erfahren. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren und fast jeder der Abteilung für Gewaltverbrechen hatte in der letzten Woche unzählige Überstunden damit verbracht, Jim ausfindig zu machen. Noch immer arbeiteten alle eisern und ohne Unterlass. Aber wenn man in die Augen der einzelnen Personen sah, konnte man in deren Tiefen erkennen, dass die Hoffnung langsam schwand.
Simon hasste es, Sandburg anrufen zu müssen. Er war auf Blair in letzter Zeit nicht besonders gut zu sprechen gewesen - milde gesagt.
Er setzte sich wieder seine Brille auf und starrte gedankenverloren auf seine Hände, die er vor sich auf seinem Schreibtisch faltete.
Es begann alles mit der Veröffentlichung von Sandburgs Dissertation. Simon hatte nicht alles von vorn herein mitbekommen, wie die Arbeit überhaupt der Presse in die Hände fallen konnte. Und dass Jim und Blairs Freundschaft darunter gelitten hatte, fiel ihm auch bedenklich spät auf. Wenn er damals nicht so auf den aktuellen Fall fixiert gewesen wäre, hätte er vielleicht seinen besten Freunden helfen können?
Verdammt, er wurde damals angeschossen und hätte fast mit dem Leben bezahlt!
Aber das war keine Entschuldigung. Es begann schon zuvor und er war im Glauben gewesen, die beiden Streithähne könnten das schon unter sich ausmachen. Zuerst sah es auch so aus, als wäre zwischen ihnen alles wieder in Ordnung.
Bis Blair Sandburg sich entschied von Cascade fortzugehen und damit Jim Ellison zurückzulassen.
Simons Hand ballte sich zu einer Faust. Es war gerade so, als könnte man Jims Leben in drei Zeitperioden unterteilen: Vor Blair, während Blair und nach Blair.
Er gab es nur ungern zu, aber der Jim "während Blair" gefiel ihm mit Abstand am besten.
Mit den Erinnerungen an seine erste Begegnung mit James Ellison begann er zu schmunzeln. Jim war damals der Macho-Typ gewesen, der gerade von Vice in diese Abteilung versetzt wurde. Sein Ruf war ihm voraus gewesen: Er hatte als besonders schwer umgänglich und auch eiskalt gegolten. Es war nicht leicht gewesen, ihm einen Partner zuzuweisen, der dem Gemüt eines Jim Ellison gewachsen schien.
Erst mit seinem kuriosesten Partner - Blair Sandburg - war Jim Ellison, der Eisberg, etwas aufgetaut. Er war richtig umgänglich geworden und die drei hatten wirklich ein paar gute Jahre der Zusammenarbeit genossen.
Dann das Desaster der Pressekonferenz und schließlich hatten sich die beiden getrennt - die doch sonst immer als untrennbar gegolten hatten.
Simon lachte kurz gehässig auf. Er hatte Sandburg ab und zu Jims "Schatten" genannt. Aber der "Junge" - wie er auch öfters von ihm und Jim genannt wurde - hatte ja auch manchmal an dem Sentinel wie eine Klette gehangen.
Und seit dem Weggang von Blair fehlte Jim dieser Schatten. Nein, eigentlich war Jim nur noch ein Schatten seiner selbst.
Verärgert blickte Simon wieder auf seine geballte Faust, als er an den Tag dachte, an dem zum ersten Mal richtig erkannte, was Blair Sandburg aus Jim Ellison gemacht hatte...
Vor etwa zehn Monaten
Ein Klopfen an der Tür unterbrach Simon bei seinem langweiligen Papierkram. Dankbar für die Unterbrechung blickte er auf. "Herein!"
Die Tür öffnete sich langsam und Jim kam ins Büro. Seine Augen waren blutunterlaufen und blaue Augenringe umrahmten seinen müden Blick. Er schlürfte langsam zum Besprechungstisch und setzte sich auf dessen Kante, wodurch er seinem Vorgesetzten und Freund mit respektvollem Abstand gegenüber saß.
Simon hatte schon mehrmals versucht, Jim anzusprechen. Er hatte ihn unzählige Male gefragt, wie es ihm ginge. Er hatte ihm Urlaub vorgeschrieben, weil er manchmal so blass war, als würde er jeden Moment tot umfallen. Er hatte ihm angeboten, mal ein Bierchen trinken zu gehen. Er fand, er hatte wirklich alles versucht. Und wenn er es richtig beobachtet hatte, war nicht nur er die letzten zwei Monate so fürsorglich mit Jim umgegangen. Es hatte sich jeder in der Abteilung um ihn bemüht. Aber Jim blockte alles und jeden ab und quälte sich weiter.
"Nun, Jim?", fragte Simon hoffnungsvoll nach. Er glaubte von Jims Augen ablesen zu können, dass dieser sich ihm gegenüber nun endlich mal öffnen wollte.
Der Sentinel senkte seinen Blick und starrte auf den Boden. "So kann es nicht weiter gehen, Simon", murmelte er und scharrte verlegen mit seinem rechten Bein auf dem Boden.
Einsicht ist immerhin der erste Schritt zur Besserung, dachte sich Simon. "Ich bin froh, dass Sie es auch so sehen, Jim", sprach er laut aus. Daraufhin stand er auf und lief vor seinen Schreibtisch. Er setzte sich auf dessen Kante. Seiner Erfahrung nach hatten die Gespräche somit eine persönlichere Note. Meist stand der Schreibtisch im Weg, hinter ihm wirkte Simon wie der Vorgesetzte, aber wenn er sich seinen Mitarbeitern gegenüber setzte, wirkte er mehr wie ein Freund. Und Jim brauchte jetzt einen Freund - mehr denn je.
Als Simon von Jim keine weitere Reaktion bemerkte, sprach er in seiner tiefen Stimme sanft weiter: "Nun, Jim, was liegt Ihnen auf dem Herzen?"
"So geht es nicht mehr weiter...", wiederholte Jim sich mit zittriger Stimme. Wüsste es Simon nicht besser, würde er sagen, Jim stünde den Tränen nahe. Aber der Jim Ellison, den er kannte, weinte nicht. Nie und nimmer...
Aber vor ihm saß ein neuer Jim Ellison. Vor ihm saß der Jim "nach Blair". Und als dieser Jim langsam seinen Kopf anhob konnte Simon ganz klar Tränen in den Augen des verwirrten Mannes erkennen.
"Mein Gott, Jim. Was kann denn nicht weitergehen?", fragte er vorsichtig.
Jim zuckte mit den Schultern. "Alles", flüsterte er so leise mit verzweifelter Stimme, dass Simon beinahe nachgehakt hätte, ob er es richtig verstanden hätte.
"Sind es die Sinne, Jim? Sie sagten mir doch, die Sinne wären Ok?" Simon stand auf und setzte sich dann direkt neben Jim auf die Kante des Tischs - genau dort hin, wo oft früher Blair gesessen hatte...
"Ja. Auch. In dem einen Moment ist alles so klar, dann sehe ich plötzlich fast gar nichts. Sie spielen verrückt Simon. Und sie treiben mich in den Wahnsinn. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Heute ließ Joel einen Stift runterfallen und ich erlebte fast einen Gehörsturz. Wie soll ich so noch meinen Job machen können? Ich werde noch verrückt!" Jim gestikulierte dabei wild mit den Armen und wurde immer lauter. Schließlich bahnten sich jetzt auch die ersten Tränen einen Weg über seine leicht erröteten Wangen.
Simon war sprachlos - vor Wut auf Blair Sandburg, für das, was er aus Jim gemacht hatte, und vor Erstaunen, weil er Jim noch nie weinen gesehen hatte. Er hätte es nie für möglich gehalten, den Eisberg Jim Ellison einmal in Tränen zu sehen. Und nun saß er neben ihm. Jim war am Ende. Simon hatte diesen Tag bereits befürchtet und fast damit gerechnet. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen. Aber so hatte er es sich nicht vorgestellt...
"Jim", begann er wieder in einer sanften Tonlage. "Haben Sie darüber schon mit Sandburg gesprochen?" Er wusste nicht wieso, aber er hatte das ungute Gefühl, Jim hatte dies noch nicht getan.
Es dauerte einige Sekunden, bis Jim dann endlich den Kopf schüttelte.
"Jim", setzte Simon erneut an, wurde aber dann vom Sentinel unterbrochen.
"Sandburg hat nichts damit zu tun. Wenn ich ihm davon erzählen würde, würde er sofort wieder aus Mexiko zurückkommen. Und das möchte ich nicht", wetterte Jim energisch, stand dabei auf und rannte im Raum aufgebracht hin und her.
Ok, er wollte wirklich gerne, dass Blair wieder von seiner Reise zurückkehrte, aber er wollte nicht, dass Blair das nur für ihn machen würde, weil er mit den Sinnen nicht zurecht kam. Was er wollte, war, dass sein Freund von sich aus zurückkam.
"Ist es das oder ist es Ihr Stolz, Jim?", konterte Simon. "Sie hatten sich mit Sandburg zerstritten. Glauben Sie nicht, es wäre nach zwei Monaten an der Zeit, sich wieder die Hände zu reichen und das Passierte zu vergessen? Wir sind alle nur Menschen. Wie wütend ich auch auf Sandburg bin, für das, was er Ihnen angetan hat, sehe ich auch, dass er der einzige Mensch ist, der Ihnen nun da wieder raushelfen kann. Sprechen Sie mit ihm. Und damit meine ich nicht nur diese 'Lala'-Gespräche, die Sie beide führen. Sondern, Sie sollen richtig mit ihm sprechen. Erzählen Sie ihm, was mit Ihren Sinnen vorgeht." Er baute sich mit seiner großen Gestalt vor Jim auf und sah ihn von oben herab mit finsterem Blick an. "Erzählen Sie ihm, was in Ihnen vorgeht. Wenn Sie schon nicht mit mir darüber sprechen wollen, tun Sie es mit ihm. Sie können das nicht alles in sich hineinfressen. Irgend wann platzt die Bombe..."
"Wie ich schon sagte, Simon, Sandburg hat damit nichts zu tun." In seinen Augen blitzte Wut auf. "Er hat mir nichts 'angetan' und unsere Beziehung geht Sie auch nichts an. Ja, wir haben uns gestritten. Aber darum geht es hier überhaupt nicht." Er löste seinen eiskalten Blick zum Captain und schüttelte frustriert den Kopf. "Ach, was mache ich hier eigentlich", murmelte er vor sich hin und eilte dann schnell an Simon vorbei zur Tür.
"Ellison, wenn Sie jetzt diese Tür passieren, werde ich Sie vom Dienst suspendieren!", bellte Simon ihm hinterher.
Jim hielt inne. "Und mit welcher Begründung?", fragte er monoton, aber blickte dabei nicht zurück.
"Den Grund haben Sie mir gerade gegeben, Detective." Simon lief seinem besten Mann hinterher. "Sie sagten, Sie könnten zurzeit nicht mehr richtig Ihre Arbeit verrichten."
Dann besann sich Simon eines besseren und seufzte. "Jim, reden Sie mit mir. Ich kann Ihnen nicht helfen, wenn Sie mir nicht sagen, was mit Ihnen los ist. Ich bin gerne bereit, Ihnen zu helfen..." Er streckte seine Hand aus und legte sie aufbauend auf Jims Schulter.
Dieser wehrte sie mit einer energischen Bewegung seiner Hand ab und blickte zurück auf Simon. "Dann werden Sie mich suspendieren müssen", zischte Jim. Er nahm seine Dienstmarke und Dienstwaffe und legte sie auf den Tisch.
"Jim, bitte!"
Das letzte, was Simon daraufhin von Jim zu sehen oder hören bekam, war eine zugeknallte Tür, so dass das Glas darin bedenklich zu klirren und vibrieren begann.
"Shit", murmelte Simon und ließ sich auf den Stuhl hinter seinem Schreibtisch fallen.
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